Marcel Reich-Ranicki sprach heute im Bundestag zum 67. Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz eine Rede. Angeschlagen, müde und erschöpft spricht Marcel Reich-Ranicki als Zeitzeuge und Überlebender.
Vielen, vielen Dank, Herr Reich-Ranicki.
Da ich mich zur Zeit was Bücher anbelangt nur auf dem Pfad von Fachliteratur bewege und keinen Plan habe welches Buch ich einem Freund (62) zum Geburtstag schenken soll, bitte ich um die eine oder andere Empfehlung.
Folgende Bedingungen sollten erfüllt werden:
1. etwas aktuelles
2. bis 50 €
3. Sachbuch (Themenbereich: Literatur, Oper, Kunst), Belletristik
Danke! Danke! Danke!
Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.
Hier ist eine Zusammenfassung:
Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 1.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 23 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.
Zum Jahresende eine interessante Frage. Oder?
„Der ich gestern war,
ist ein anderer als der,
der ich heute bin -
Welcher von den beiden ist eigentlich mein wahres Ich?“
von Sasaki Nobutsuna
Bleibt auch 2012 stabil und munter. Ich wünsche euch viele glückliche Momente. Danke, fürs vorbeischauen und kommentieren, liebe weblogbesucher. Bis dann!
Regel Nr.1 der Festtagsfeste feiern, geh’ nur dahin, wo du Lebensfreude spürst und Geschenke ganz besonderer Art findest. In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest, laßt euch verzaubern und verführen und habt Spaß, wobei auch immer.
Nun kommt! Was haben wir für Spiel’ und Tänze?
Wie bringen wir nach Tisch bis Schlafengehn
Den langen Zeitraum von drei Stunden hin?
Wo ist der Meister unsrer Lustbarkeiten?
Was gibt’s für Kurzweil? Ist kein Schauspiel da,
Um einer langen Stunde Qual zu lindern? -
Ruft mir den Philostrat.
Theseus im Sommernachtstraum
Ende!
So, ich überschütte euch auch im speziale (IV) mit Liebe, Liebe, Liebe. Ich lege sie auf meine Handfläche und puste sie hinaus zu euch, zu dir. Eigentlich will ich sagen, dass ich der Faszination Mensch unterliege. Ja, ich liebe die Menschen und kann nicht genug von Ihnen bekommen. Mit all’ ihren Stärken und Schwächen. Was wäre die Welt ohne Liebe, ohne Menschen, ohne dich.
Eros
Einst übersah Eros eine Biene, die in den Rosen schlief, und wurde gestochen. Am Finger verletzt, heulte er mit erhobener Hand und halb laufend, halb fliegend kam er zur schönen Aphrodite. „Ich wurde getötet, Mutter“, weinte er, “ ich wurde getötet und liege im Sterben. Von einer kleinen geflügelten Schlange wurde ich verletzt, die Bauern nennen sie, Biene“. Sie antwortet:“Wenn dich der Stachel der Biene schon schmerzt, Eros, welche Schmerzen, meinst du, fühlen die, die du stichst?“
Meleager, Anthologia Graeca 12. 109
Gefangen von der Liebe gibt es nur eine Möglichkeit sie wahr- und leibhaftig zu erleben. Die Gegenwart und die Existenz der Liebenden. So wars und so wirds immer bleiben.
Gegen die Liebe gibt es kein Mittel,
nichts, was getrunken,
nichts, was gegessen,
nichts, was in Liedern besungen wird.
Nichts – außer Küssen und Umarmen
Und nackte Körper,
die beieinander liegen.
Longos, Daphins und Cloe, 2
An manchen Tagen bemerke ich klar und deutliche meine Widersprüchlichkeit. Manchmal ärgere ich mich darüber und zweifle mein Handeln und Denken an. Und dann wiederum komme ich zu der Einsicht, der Widerspruch ist Quelle meines Lebens.
„Unser Leben ist, wie die Harmonie der Welt aus widersprechenden Dingen, gleichfalls aus verschiedenen, langen und kurzen, hohen und tiefen, weichen und rauen Tönen zusammegesetzt. ….So müssen wir das Gute und das Üble verbinden, aus denen die Wesenheit des Lebens besteht. Unser Leben kann ohne diese Vermischung nicht bestehen und eine Saite ist ebenso nötig dazu als die andere…“
Michel Montaigne: Essays
Weihnachten und die damit verbundene Märchenzeit versteckt auch Gefahren. Also, gebt Obacht vor dem Nektar der Blume, die von Cupidos Pfeil getroffen wurde, meine lieben weblogleser.
„Mit seinen Händen, seinen Lippen, seinem Sexus, mit seinem ganzen Körper schenkte er mir sein Herz“
aus „Die Mandarins von Paris“ von Simone de Beauvoirs
Teil I
Normalerweise bin ich gesundheitlich stabil. Inzwischen so ungefähr seit 1 Jahr hat sich das geändert. Seltsamerweise auch immer nur dann, wenn ich den Druck mit den Einsendarbeiten für die Zulassung der Semesterklausuren habe. Sobald ich die neue Aufgabenstellung oder Sachverhalt lese, muss ich so eine Art Psychohusten aus mir herauspressen. Meine Nase verstopft mit Lichtgeschwindigkeit und meine Augen fangen an lichterloh zu brennen. Manchmal gesellt sich zu diesem Zustand als Sahnehäubchen ein brutal gemeiner Magenzwickser. Unter diesen erschwerten Bedingungen schreibe ich dann so ca. 7 Tage an den Arbeiten. Sobald die Arbeiten erledigt sind, ich die in einen Umschlag stecke und an die Uni schicke sind meine Psychokrankheiten wie weggeblasen ;) Vermutlich liegts einfach nur daran, dass ich so verdammt sch**** ehrgeizig bin und selbst jede simple Hausarbeit mit 100% bestehen will. Obwohl das ja so ziemlich wurscht ist. Man muss die einfach NUR bestehen, um für die Klausur zugelassen zu werden.
Gegenmaßnahme: Ich versuche jetzt einfach mal an mir zu arbeiten und eine gewisse Gleichgültikeit an den Tag zu legen. Vll kann ich so die Psychokrankheiten kalt stellen. Hmm, gut.
Teil II
Normalerweise weiß ich eigentlich immer was ich mache. Aber gestern morgen anscheinend nicht. Weils bei uns Nachts schon Frost gibt, liegt auf der Twingo-Frontscheibe so eine „Silber“plane. Die hab’ ich gestern beim rundumansprühen mit Enteiserspray einfach ignoriert (nicht wahrgenommen). Blöder hartnäckiger Frost denke ich, als das Enteiserspray keinerlei Wirkung zeigt. Ich halte die Pulle noch mal auf die Frontscheibe und starte die nächste Attacke. Nichts passiert. Das macht mich dann stutzig und ich stosse bis auf 2cm mit meinem Okular in Richtung Scheibe vor und was sehen meine lichterloh brennenden Augen. Die „Silber“plane. Urg. Hoffentlich fängt die sich jetzt nicht an aufzulösen. Wenn doch, dann verbanne ich das Enteiserspray ins Sonstwohin.
Fazit: Kann ja wohl nicht sein, dass mein winterliches Morgenritual von so einem ätzenden Zeug unterstützt wird.
Ende
Heutiger weblogbesucher mit dem Suchbegriff „nimmst du eine, willst du alle“. Man kann von uns Frauen eben nie genug kriegen. Wie schön!