Ein böhmisches Dorf Teil 1
Die Urlaubszeit ist vorbei und ich möchte es natürlich nicht versäumen, euch meine lieben weblogleser mit einem Erlebnis aus dem Urlaub zu unterhalten.
Es trug sich wie folgt zu…….
In einem Reiseführer las ich von dem kleinen böhmischen Dorf Paseky nad Jizerou und das es sich lohnt, dieses zu besuchen. Das taten wir dann auch. Als erstes trafen wir auf einen „Konzum“. Für alle Leser aus den alten Bundesländern, Konsum ist ein kleiner Laden in dem man Lebensmittel kaufen kann. Für Geschädigte von deutschen Supermärkten (z.B. ich) war dieser böhmischen Konsum das reinste Paradies. Kleines Angebot aller Produkte des täglichen Bedarfs.
Weiter gings in Richtung Dorfkirche. Unser Ziel war ein kleines Museum in welchem eine Musikinstrumentensammlung der berühmten Geigenbauerfamilie Metelka zu sehen war und welches die Volkskultur des 19. Jahrhunderts präsentierte, z.B. zwei alte Handwerkswebstühle, die immerhin noch funktionstüchtig sind und auf unseren Wunsch vorgeführt wurden.
Während der Vorführung passierte dann das Unerwartete. Ganz leise irgendwo aus der Ferne erklang wunderschöne Musik. Die Vorführung der Webstühle wurde für mich zur Nebensache. Ich war durch die Musik abgelenkt und mein Ziel war nun,zu erforschen woher die Musik kommt. Ich entfernte mich unauffällig von der Gruppe der Webstuhlinteressierten und schlich zu einem offenen Fenster. Und da sah ich sie. Die barocke Kirche des Hl. Wenzels.
Aus ihr vernahm ich das Objekt meiner Begierde. Mein Interesse für die Volkskultur bewältigte ich mit einem rasanten Tempo durch das Museum.
Auf dem Weg zur Kirche wurde mir klar, das was ich hörte, war ein Streichorchester. Ich betrat die Kirche und traute meinen Augen nicht. Da spielte keine Musik aus einem Radio sondern da saß ein Streichorchester. Junge Leute, keine Ahnung wieviel und sie spielten diese wunderschöne Musik. Die Akkustik in der Kiche war einmalig. Irgendwie müssen dann noch mehr Menschen auf diese Musik neugierig geworden sein. Wir standen gequetscht im Vorraum der Kiche und lauschten. Sprachlos. Wir entdeckten dann ein Aushang auf dem stand was von einem Musikfestival und zufälligerweise sollte am nächsten Tag eine Vorstellung stattfinden. Wir beschlossen diese zu besuchen.
Naja und am nächsten Tag fuhren wir wieder in das böhmische Dorf kauften Tickets für 70,- Kronen, setzen uns in die letzte Reihe und warteten. Und dann passierte etwas sehr seltsames. Die Vorstellung wurde mit einer kurzen Ansprache von Stanislav Zindulka eröffnet. Stanislav Zindulka ist ein tschechischer Schauspieler, er spielte u.a. in „Der letzte Zug“ und „Frühling im Herbst“. Das habe ich aber erst später rausbekommen. Nach der Eröffnungsrede spielte das Orchester. Es war wunderschön, aber …..was für eine Katastrophe……nur wenige Minuten…….
Fortsetzung folgt!

