Angekommen

Es gibt Menschen die verträumen ihr Leben und sind Meister im erfinden von Ausreden—–ich kann nicht weil,…..

Manche wiederum manövrieren sich in eine Art Opferrolle—-mir gehts so beschissen weil,…..

Andere sind zwar ständig am rumnörgeln, aber eigentlich zufrieden.

Und es gibt Menschen die leben.

28 Antworten zu “Angekommen”

  1. Austrian Sagt:

    Gehören nicht die angeführten Verhaltensweisen auch zum Leben.
    Dass man Lebenssequenzen verträumt, sich veranlasst sieht Ausreden zu erfinden, sich als Opfer zu empfinden, andere verantwortlich zu machen, vermeinen nörgeln zu müssen….
    Es kommt da wohl sehr auf das Maß an und die Fähigkeit wieder aus solchen Lebenslagen heraus zu finden.
    Doch grundsätzlich meine ich schon, dass man sich zu gestehen sollte sich Gefühlen hin zu geben, die einem zu solchen Verhaltensweisen, veranlassen.

  2. bonanzamargot Sagt:

    und es gibt menschen, die anderen menschen meinen sagen zu müssen, wie sie am besten leben sollten.
    jeder mensch hat sein eigenes lebenstempo und muss für sich entscheiden, was er privat, geistig und beruflich leisten kann und leisten will, wo und wie er den inhalt und den sinn seines lebens definiert.
    einzig schlecht ist es, wenn man in depressionen versinkt, egal wie beschissen gerade die lebenssituation ist – es gibt einen guten grund weiter zu machen: die liebe: die liebe zu sich selbst und zum leben, zur welt und zu den menschen.
    aber wie wir unser leben gestalten, bleibt uns frei. niemand außer uns selbst hat darüber zu bestimmen oder mit altklugen ratschlägen zu kommen.
    und wenn man sein leben verträumt, so ist das gut, wenn man dabei fest auf beiden steht.
    und wenn man bäume ausreißt, so ist das auch gut, wenn man obacht gibt, dass einem keiner der bäume erschlägt.

  3. …und es gibt Menschen, die sich dann fragen: Was zum Teufel ist das Leben?

  4. @Austrian, wenn die Menschen es schaffen, aus so einer Einstellung herauszukommen ist es gut. Sehr gut sogar. Aber wer schafft das schon. Die Mehrheit rutsch immer tiefer in den Graben von Selbstmitleid, Ausreden und Opferrolle und stellen dich an den Pranger indem sie sagen, na du kannst ja weil,….
    Ich hab’ für sowas kein Verständnis und sehe mich irgendwie gezungen darüber nachzudenken, mit dem Entschluss mich von solchen Menschen zu lösen.

  5. @Ralph, ich versuche schon mal andere Menschen wachzurütteln. Ich schreibe ihnen aber nicht vor wie sie zu leben haben. Ich fühle mich auch verletzt, wenn Menschen mit einem Überschuß an Selbstmitleid und Opferrolle, mir Vorwürfe machen. Sowas tut mir weh.

  6. @Tom-ate, ich würds so sagen….was für ein göttliches Leben. Und was machst du—— bringst den Teufel ins Spiel. Das ist genau der Herr mit dem ich keine Bekanntschaft schließen möchte. Du etwa?

  7. bonanzamargot Sagt:

    solange du mich damit meinst, ist`s mir wurscht, freni.
    also was das selbstmitleid angeht – damit kann ich nicht dienen.
    obwohl ich oft leide.
    auch an mir selbst. aber das ist nicht das selbstmitleid und das selbstbedauern, welches du meinst.

  8. bonanzamargot Sagt:

    ich wollte freilich schreiben: solange du mich “nicht” damit meinst.

  9. Austrian Sagt:

    Gebe bonanzamargot recht, jeder muss für sich entscheiden….. –mit der Einschränkung, dass die Entscheidungsfreiheit dort aufhört, wo Entscheidungen dazu führen, dass die Grenzen eines anderen übertreten werden.
    Wenn ich mit meiner Lebensgestaltung andere einenge, bedränge, was auch immer, dann hat meine Freiheit in Sachen Lebensgestaltung ein Ende, od. sollte sie zumindest haben.

  10. bonanzamargot Sagt:

    austrian,
    wobei leider nicht wenige menschen derart von sich überzeugt sind (z.b. religiöse fanatiker oder narzissten), dass sie nur ihre grenzen akzeptieren, und die auch ziemlich schnell verletzt fühlen …

  11. @Ralph, ich habe dieses posting auf Menschen bezogen, die ich aus dem Leben da draussen kenne. Was weiß ich von dir? Nichts. Worunter leidest du?

    @Austrian, eben genau, dass meine ich. Irgendwann sind Grenzen überschritten. Muss man sich von Menschen die ihr Leben nicht in den Griff bekommen Vorwürfe machen lassen? Mein Hauptproblem ist aber eigentlich, wieviel Toleranz meinerseits schaffe ich der Intoleranz des anderen entgegenzusetzen?

  12. bonanzamargot Sagt:

    ich leider unter dem ein oder anderen – wie jeder mensch. oder bist du nur glücklich, freni?
    dabei hadere ich auch mal an mir selbst. du nie?
    ich finde nur menschen scheußlich, die sich zu sehr in mein leben mischen wollen – sowieso dann, wenn sie mich gar nicht richtig kennen.
    du solltest konkreter formulieren, was für menschen du damit meinst, – die dir also auf den sack gehen. ich meine, du sagst das viel zu allgemein – so dass sich bald jeder mensch, der zu sich ehrlich ist, angesprochen fühlen kann.

  13. Unglücklich bin ich eigentlich nur, wenn ich einer sogenannten Hilfslosigkeit ausgesetzt bin. Wenn ich merke, dass ich nicht helfen kann, weil mir einfach die Mittel dazu fehlen oder ich keine Macht habe das (sterben eines Menschen) zu verhindern. Weißt du wie ich das meine? Uiii, da gehts mit mir richtig Berg ab. Der Sterbende reißt mich quasi fast mit in den Tod. (Übertrieben!) Das liegt bestimmt daran, dass wenn ich liebe, viel zu intensiv liebe, oder? *grübel

    Dieses Einmischen mag glaube ich keiner. Und schon gar nicht so Individualisten wie du/wir.

    Ich soll konkret werden….also ich überlege, ob ich mich von meiner besten Freundin (wir kennen uns 30 Jahr) lösen soll. Oder ob ich ihre Intoleranz mir gegenüber weiter ertrage.

  14. tja, ich kann dazu nur sagen, dass ich es damals sehr schade fand, als sich mein alter freund armin von mir abwand.
    er fühlte sich von mir dominiert. aber dafür konnte ich nichts. vielleicht war es gut für ihn, sich von mir zu lösen.
    trotzdem war es nach über 20 jahren freundschaft und nach all dem, was wir zusammen erlebt hatten, bitter für mich.
    böse war und bin ich ihm nicht. ich verstehe ihn ein wenig, aber ich war doch damals ziemlich erstaunt über seine aussagen über mich. es war erstmal verletzend.
    nun, er hatte wohl viel in sich hinein gefressen. während ich ein mensch bin, der im zwischenmenschlichen offensiver vorgehe. hm. und so kam es eines tages zu diesem großen zwiespalt in unserer freundschaft. wenn man so will: er musstes sich von mir emanzipieren.

    keine ahnung, was zwischen dir und deiner alten freundin läuft, freni. aber denke nur nicht, dass es gar nichts mit dir zu tun hätte …

  15. @Ralph, ich agiere lieber im Hntergrund und lass mich führen. Ich bin keine Mülltonne. “Füreinander”, hat auch seine Grenzen. Es geht auch ohneeinander.

  16. “Das ist genau der Herr mit dem ich keine Bekanntschaft schließen möchte. Du etwa?” Och, wenn man Gott kennen gelernt hat, kennt man auch den Teufel. ;-) Beides sind Abstrakta, also Fortgeschlepptes aus dem, was uns real zugänglich ist. Menschen neigen dazu ihr Fortgeschlepptes als Gegenwärtiges zu betrachten.

  17. bonanzamargot Sagt:

    deine sache, freni. 30 jahre freundschaft schmeißt man normalerweise nicht einfach auf den müll.
    unter freunden fungiert man schon mal als mülltonne für deren sorgen und nöte. freundschaften bringen das so mit sich.

  18. @tom-ate, und wessen Gesellschaft bevorzugst du? ;-)

    @Ralp, du verlangst von deinen Gesprächspartner doch auch mehr als nur Müll.

  19. natürlich erwarte ich von einem freund mehr als nur müll. (was ist das denn für müll, freni, den deine freundin ständig absondert? ihr scheint der müll ja ziemlich wichtig zu sein.)
    und natürlich verändert man sich auch in einer jahrelangen freundschaft, und es kann sein, dass man eines tages merkt, dass man überhaupt keine gemeinsamkeiten mehr hat. trotzdem finde ich es schade, wenn man dann getrennte wege geht. eine freundschaft ist ein ungeheuer wertvolles gut. also, ich habe z.b. nicht so viele freunde, dass einer mehr oder weniger nichts ausmacht. es geht auch nicht immer um gemeinsame interesssen bei einer freundschaft sonder um das unbedingte vertrauen, um verlässlichkeit. bei einem freund kann ich mich fallen lassen, da muss ich mich nicht verstellen, mit dem kann ich über alles reden …, und der ist da, wenn ich ihn brauche.

  20. Austrian Sagt:

    @ohneeinander: 30 jährige Freundschaft, das heißt für mich übersetzt: Beginn als Jugendfreundschaft (=meist erster Bindungs- u. Anschlußversuch außerhalb des Familienkreises, eigentlicher Zweck: beginnende Ablösung aus dem Familienverband).
    Mein in der Adoleszenz engster Vertrauter, ist heute so ziemlich ganz aus meinem Gesichtskreis verschwunden. Dazumal waren wir sehr eng –saßen sogar gemeinsam auf der Anklagebank (wir hatten fast 3000 Käfighühner illegal befreit*g). Heut ist er von seiner Lebensanlage ein ganz anderer Mensch als ich. Würden wir uns heut das erste Mal über den Weg laufen, wär es aus meiner Sicht undenkbar, dass wir eine engere Verbindung eingehen würden.
    Also es ist sehr wohl denkbar, dass die eigenständige Entwicklung einen schlicht auseinander führt =ja auch das große Problem in langjährigen Partnerschaften.
    Zum Anderen: Freundschaft gehört für mich wie Liebe in die Kategorie der “großen Worte”: Ist sowas wie ein Schwur, ein Eid, zumindest ein Vertrag.
    Schwur und Eid ist ja ein irreversibles Ding -deshalb ängstigen mich diese Dinge immer noch.
    Einen Vertrag kann man jedoch im Regelfall lösen.
    Vll müsste man eine aus dem Ufer laufende Freundschaft genauso behandeln, wie eine verquere Liebesbeziehung. Nicht eine fiktive, unpräzise, romantisierte Freundschaft beschwören, sondern die Gefühle, Emotionen, Gedanken der Beteiligten auf den Tisch -auch wenn das wohl sehr strapaziös und unbequem sein wird.
    Nach diesem Prozess wird vll ähnliches passieren, wie nach dem Klärungsprozess unter Liebenden, man umarmt sich und spürt wieder ganz stark das Pochen des “Gegenüberherzens” oder man muss erkennen, dass einem dieses Pochen wohl hinkünftig verborgen bleiben wird.

    Ja und wie bonanzamargot andeutet: In der Kategorie “große Worte”, spielt geben und nehmen und zeitweise auch nur geben eine Hauptrolle.

  21. @freni: Ich bevorzuge menschliche Gesellschaft.

  22. @Ralp, siehs mal so, für den Hausmüll der täglich bei dir anfällt, bist du alleine (deine Freundin?) verantwortlch.
    Wenn man falschen oder zuviel Müll ansammelt, muss man was dagegen unternehmen. Es ändert sich nichts daran wenn man darüber redet. Alle Probleme von ihr sind hausgemacht. Und wenn ich sowas sage, dann krieg ich zu hören, na du hast ja solche Sorgen nicht, weil….Ich kann nicht nur da hocken und gar nichts sagen….DAS GEHT NICHT! Ich kann auch kein Mitleid heucheln.

    Neid als Killer einer Freundschaft. Das erkennt jeder Vollidiot.

  23. ;-))) Hühner befreit, wie cool ist das denn—-pro Huhn 20 Schilling von den 3000 Hühner sind vermutlich 1000 entkommen, 500 Schwerverletzte die sogleich als Suppenhuhn entsorgt wurden? 20000 Schilling Schadenersatz und da du die nicht zahlen konntest, hast du 6 Monate auf den Hühnerhof arbeiten müssen, oder? *g

    Ich bin immer noch am überlegen wie unsere Freundschaft entstanden ist. Wenn ich mich recht erinnere, dann war sie immer ausschlaggebend. So nach dem Motto: “Wir haben unser Blut vermischt, mit Indianerversprechen…”. Eigentlich habe ich mich pausenlos gegen ihre Attacken gewehrt. Ich konnts damals schon nicht ausstehen, wenn man mich so vereinnahmt hat. Aber irgendwie bin ich trotzdem immer (mit Indianergebrüll) mit ihr um die Häuser gezogen *g

    Ein klärendes Gespräch—-ich weiß gar nicht, ob ich das will. Ich bin immer ehrlich zu ihr, aber sie schmettert das gleich ab. Oder sie fängt an sich vor mir zu rechtfertigen. Was soll ich da machen?
    Vll sollte ich sie noch fester an mich drücken, um das pochen nicht zu überhören und um den anderen Schmarrn zu verdrängen—-ich überleg noch mal. Danke für den Anstoss, austrian.

  24. @tom-ate, ob du es glaubst oder nicht, da fällt mir ein Stein vom Herzen. Das kommt nur selten in deinen postings zum Ausdruck.

  25. Austrian Sagt:

    @ dauerkritischer ohneeinander :-) :
    Dass, das mit den Hühnern eine Schnapsidee war, weiß ich aus heutiger Sicht auch. Immerhin 14 -od. waren es 16- der Hühner durften eines natürlichen Todes sterben, im elterlichen Garten des Mädchens, bei dem wir damals Eindruck schinden wollten*g
    .
    Wie Du es beschreibst ist Deine Sache ja auch eine klassische Jugendfreundschaft, bei uns gingen die Wege halt dann auseinander und Ihr klebt noch zusammen, wobei Du Dich offensichtlich “geklebt fühlst”.
    Vll ist dieses kleben, nörgeln u. reiben Deiner Freundin einfach nur ein Hilferuf. Ist auch die Frage, wieviel menschlichen Anschluß sie sonst hat.
    So ich hör schon auf, dass Du es nicht auf die leichte Schulter nimmst ist ja erkennbar und dass es Dir Sorgen macht auch.

  26. Ich hoffe sie hat dir für diese Heldentat im Hühnerstall einen Hühnerring auf den Ringfinder geschoben *g Die Story ist echt niedlich.

  27. bonanzamargot Sagt:

    manche freundschaften brauchen manchmal eine pause, oder man findet eine neue distanz zueinander. normalerweise ergibt sich das fast von selbst, wenn man merkt, dass das verhältnis irgendwie gestört ist.
    dass du das, was dir deine freundin sagt, als “müll” abtust, finde ich nicht schön. das ist traurig. da ist wohl nicht mehr viel achtung vorhanden …

  28. @Freni: Ich weiß. Aber wenn ich mich schon an die Tastatur setze, dann will ich eben die Grenzen der Realität mit meinen Fragen und Thesen behämmern. Ab und an ist schon vorgekommen, dass mir so doch ein Bröcklein Erkenntnis zugefallen ist.

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