Barockoper im Kino
Eigentlich schaue ich mir Opern lieber live im Theate/Oper an. Aber wer kommt schon am 19.01.2012 einfach mal so schnell in die Metropolitan Opera nach New York und wieder zurück. Ja, es wäre schon Klasse wenn ich ‘nen eigenen Airbus hätte. Ich hab’ dann mal was neues ausprobiert (Anstoss schmolli) und mir die per Satellit übertragene Barockoper The Enchanted Island im Kino angeschaut. Und ich muss sagen, ich bin begeistert. Die Ton- und Bildqualität war sehr gut. Und hier noch für alle Interessierten ein paar Infos zur Oper.
Ps. Falls du hier liest schmolli, siehe ganz unten
@Liebe Schmolli,
vielen Dank für den Anstoss mit der Live Übertragung aus der Metropolitan der Barock Oper The Enchanted Island. Die Oper war ein Genuss. Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Zum Anfang ist mir fast die Luft weggeblieben. Ich dachte so, was für ein schöner Tod *g Die Sänger die ich so aus unserem Theater gewohnt bin, sind kein Vergleich mit Danielle de Niese, Joyce DiDonato und den anderen Sänger und Sängerinnen. Persönlich hat mit die Rolle von Ariel, Sycorax und Prospero am besten gefallen. Am überwältigsten fand ich den Beginn der Unterwasserwelt mit Neptun. Was für ein Spektakel. Sowas erlebt man nicht alle Tage. Berührend fand ich als Sycorax ihren Sohn Caliban wegen des Liebesschmerzes getröstet hat (schnief). Hast du eine Idee, wie man an das originale Programmheft rankommt?
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Dieser Eintrag wurde am 22. Januar 2012 um 13:12 erstellt und unter Erlebnis, Kultur, Musik mit den Tags ariel, barock, enchanted island, metropolitan opera, neptun abgelegt. Du kannst die Antworten auf diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst antworten oder einen Trackback Deiner eigenen Seite veranlassen.



23. Januar 2012 um 15:56
Ich war genauso überwältigt … und werde auch in meinem Blog noch etwas dazu schreiben.
Wie Du war ich begeistert von Sycorax’ Arie über ihren mütterlichen Schmerz, überhaupt fand ich die lyrischen Arien am schönsten, ganz besonders natürlich die beiden, die Daniels zu den jeweiligen Aktschlüssen gesungen hat (wenn es um Daniels geht, bin ich regelmäßig nicht mehr ganz ernst zu nehmen, hihi). Aber besonders beeindruckt hat mich und auch meine Töchter, wie es hier gelungen ist, Komik und Tragik in hauchdünnen Schichten übereinander zu legen. Neptuns komische Verpeiltheit – wie er sich mehrmals selbst daran erinnern musste, dass er Herr des Ozeans ist – und Calibans “Es gab nicht nur Botanik, es gab auch Gefühle!” sind gute Beispiele dafür. Das ist echt Shakespeare. Schön, wie man diesen Geist in das Stück heineingerettet hat.
Es gibt einen anderen Punkt, der mich sehr gefesselt hat, darüber blogge ich heute abend noch :o)
Freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat! Mit dem Programmheft kann ich Dir leider nicht weiterhelfen … vielleicht im Met-Shop? Ich warte auch auf die DVD …
24. Januar 2012 um 08:09
Ja, Shakespeare war sehr lebendig in der Oper ;-) Dieses Wechselbad der Gefühle (tragisch und komisch) ist bei mir auch gut angekommen. So gut, dass ich schon beinah erschrocken war, dass ich grad eben noch gelacht hab’ und dann schniefe. Ariel als Taucher fand ich genial umgesetzt. Und in der letzten Szene, als sie fertig war mit singen und die Tasche packt und geht. Herrlich! Sehr ausdrucksstark. Diese vielen Details, die man als Kinobesucher ja so gar nicht wahr nehmen konnte. Hmmm, wegen dem Programmheft bin ich schon ziemlich bedrückt. Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin. Hast du die DVD im shop bestellt? Kannst du mal den link posten, bitte. Ich hab’ mich zwar durch den shop gewühlt aber nichts gefunden. Und jetzt freue ich mich auf den Artikel in deinem weblog ;) Und auf die Übertragung im April von La Traviata.
24. Januar 2012 um 10:09
Nein, ich hab noch nichts bestellt, die DVD ist ja noch gar nicht erhältlich. Das wird wohl noch etwas dauern :o( Auf die DVD zu Don Pasquale damals habe ich mehrere Monate warten müssen.
La Traviata werde ich mir übrigens wohl nicht ansehen … ich mag Natalie Dessay in dieser Rolle nicht (obwohl sie mir sonst gut gefällt) und die meine Aufzeichnung dieser Inszenierung mit Netrebko/Villazon ist eh nicht zu toppen …
Übrigens hab ich auch zu Enchanted Island gebloggt. Wir sehn uns.
24. Januar 2012 um 11:06
Ich mag La Traviata so sehr, dass ich mit Natalie Dessay leben muss. Paßt aber nicht ganz. Stimmt schon ;)